Eine kleine Nachlese zum Shtetl Berlin Online Festival am 11.-13.12.20 „Latenz“ heißt das Problem… Wenn ich mit jemandem zusammen musiziere, dann hören und reagieren wir ständig aufeinander und im günstigsten Falle spielen wir rhythmisch gut zusammen. Wollen wir über Skype oder Zoom oder ähnliches miteinander musizieren, dann kann ich nur auf das Signal reagieren, das mit dem Mikrofon meiner Partnerin aufgenommen, über das Internet zu mir übertragen und...
Chanukka, das Lichterfest, gehört mit Purim zu den fröhlichen jüdischen Festen. Gefeiert wird in dieser Zeit die Wiedereinweihnung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem nach dem Sieg über die syrische Dynastie der Seleukiden. Bei der Wiedereinweihung entdeckten die Juden noch einen kleinen Rest Öl, der den Leuchter für einen Tag brennen lassen konnte. Wunderbarerweise brannte der Leuchter damit aber acht Tage. So entstand das achttägige Chanukkafest, das mit...
Der Bagel ist ein Hefekringel, ein Brötchen sozusagen, mit einem Loch in der Mitte. Das besondere am Bagel ist, dass er vor dem Backen kurz gekocht wird, was ihm seine einzigartige Konsitenz – fluffig und doch fest – verleiht. Bestreut wird er gerne mit Sesam oder Mohn, gegessen mit allen nur erdenklichen Zutaten. Traditionell und sehr beliebt sind Cream Cheese oder Räucherlachs (Bagel with lox). Der Bagel (jiddisch...
10. – 13. Dezember 2020 Shtetl Berlin (früher Shtetl Neukölln) steht für die lebendige Klezmer- und Jiddish-Szene in Berlin, für regelmäßige Klezmer-Session und besonders für das jährliche Festival im Dezember, das die Vitalität und Vielfalt der zeitgenössischen jiddischen Musik, Sprache, Kultur, Kunst und Lebendigkeit feiert. Ein Festival mit mehreren Tagen voller Konzerte, Workshops, Tanz, Essen, Liedern, Vorträgen, Filmen und Jams, veranstaltet von einer internationalen Gemeinschaft von Künstlern und...
די שפּאַנישע כאָלערע Ein Lied über die Spanische Grippe von 1919. Musik: Nathan Hollander | Text: Harry Boens Sehr schön interpretiert von Esti Nissim (Video ganz unten) Dieses Lied hatte ich schon Anfang Mai hier im Blog präsentiert. Wir haben es im Frühjahr für uns interpretiert und auf den gelegentlichen Konzerten, die es dann zwischen August und Oktober gab, gespielt – mit großem Erfolg und guter Resonanz. Jetzt...
Ich habe das Lockdown-bedingte auftrittsfreie Wochenende genutzt und in alten Bühnenfotos gestöbert – meine Güte, sind das viele! Eigentlich wollte ich nur wissen, wann ich mit welchem Akkordeon unterwegs war. Die Gruppen: am meisten unser Duo Tangoyim, viel Odessa-Projekt, etwas Kol Colé und ein wenig Four Fiddlers. Die Locations: Theater, Kulturcafés, Synagogen, Kirchen, Festivals, Folk Clubs, Kneipen und ab und zu draußen auf der grünen Wiese. 2001 –...
Eigentlich sollten hier und heute die Konzertankündigungen für den November erscheinen, und nach dem ausgefallenen Frühjahr und dem mauen Sommer war der November endlich mal wieder ein hoffnungsvoller Monat mit vielen Konzerten. Mit reduzierter Zuschauerzahl, klar, mit viel Abstand zwischen den Sitzen, mit Platzreservierungen, mit Maskenpflicht beim Rein- und Rausgehen, mit ohne Pause und nicht länger als eine Stunde, mit Desinfektionsmittel überall, mit tollen Veranstaltern, die viel Arbeit...
Heute also mal wieder ein Buch: Isaac Bashevis Singer Isaac Bashevis Singer wurde 1904 (oder 1902) in Polen geboren. Er wuchs in einem sehr gläubigen und traditionellen Haushalt als Sohn eines chassidischen Rabbiners auf, zunächst in Radzymin, dann in Warschau, im jüdichen Armenviertel um die Krochmalna. Mit 22 begann er zu schreiben. 1935 emigrierte Singer in die USA, wo er sich in New York niederließ. Bekannt wurde er...
Kein jiddisches Lied ist so bekannt wie dieses. Es ist keins von den alten, traditionellen, sondern entstand Anfang der dreißiger Jahre in den USA: das Lied wurde 1932 von Sholom Secunda (1894–1974; Musik) und Jacob Jacobs (1890–1977; Text) für das jiddische Musical Men ken lebn nor men lost nisht („Man könnte leben, aber sie lassen uns nicht“) geschrieben. Der Welterfolg beginnt 1937 mit der Swingnummer der Andrew Sisters....
Yiddishpop.com von der Firma BrainPOP habe ich in den vergangenen Jahren schon ein paar Mal vorgestellt. Eine Weile war es sehr ruhig, im Frühjahr dann kam YiddishPOP nach längeren Umbaumaßnahmen aus der Versenkung: mit neuem Design, neuer Technik, und mit dem neu eröffneten Kapitel 5. Jetzt gibt es eine neue Lektion (5.2): װאָס איז געשען? Vos is geshen? Thema ist das Laubhüttenfest Sukkot, wie Nomi ihrem Vater hilft,...