Kategorie: jiddische Lieder

Jiddische Lieder: Sammlungen, Links oder auch die Vorstellung einzelner Lieder

Brunnen in der Steppe

Di krenitse

די קרעניצע Itsik Fefer, geboren 1900, war ein jiddischer Dichter in der Sowjetunion. Er war überzeugter Antifaschist und Kommunist, wurde jedoch 1952 Oper der stalinistischen Diktatur. Dieses Gedicht über den Brunnen in der Steppe wurde von der israelischen Sängerin Chava Alberstein vertont. Dort vu grozn zaynen naser shteyt a krenitse fartrakht. Kumen meydlakh tsien vaser mit di emer ale nakht. Unter zun vi vayse bern, vaks teg in...

Kutsche

Di zaposhkelekh

Angesichts der Jahrhunderte, die die osteuropäischen Juden im russischen und polnischen Sprachraum gelebt haben, hat die jiddische Sprache eigentlich recht wenige Wörter aus dem Slawischen übernommen. Aber einiges ist natürlich doch eingesickert, gerade für Gegenstände des alltäglichen Gebrauches. Im diesem Liebeslied sind es zwei zentrale slawische Wörter: das russische sapog (сапог) für Stiefel das polnische klamka für Klinke Nach der russischen Herkunft des Wortes müßte das Lied die...

Yiddish Glory

Yiddish Glory – The Lost Songs of World War II

Die Bilder, die wir im Kopf haben und assoziieren mit den Begriffen „Jude“, „Russland“ und „2. Weltkrieg“ sind eindeutig: passive Opfer, erschossen in ihren Dörfern, interniert in Ghettos und deportiert in Konzentrationslager. „Yiddish Glory“ zeigt eine andere, aktive und weitgehend unbekannte Seite: Lieder von jüdischen Soldaten und über jüdische Soldaten in der Roten Armee. Lieder von Partisanen und Widerstandskämpfern. Lieder von Abschied und Verzweiflung ebenso wie Lieder von...

Der Rebbe Elimelekh

Der Chassidismus ist eine religiöse Erneuerungsbewegung, die von dem charismatischen Israel Ben Eliezer (der „Baal Schem Tov“) ins Leben gerufen wurde. In ihm vereinen sich mystische und kabbalistische Strömungen, Musik und Tanz spielen eine wichtige Rolle beim Gebet. Entstanden ist der Chassidismus in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, seine Blütezeit erlebte er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts v.a. in der Ukraine, in Galizien und in...

Auswandererschiff

Yam Lid

Zwischen 1884 und 1914 erreichte die Emigration von Juden in den Westen ihren Höhepunkt. Wachsender Antisemitismus, Pogrome, Armut, Hunger, drohender Militärdienst und Perpektivlosigkeit veranlassten an die 2 Millionen Menschen, ihre Heimat in Russland und anderen Ländern Osteuropas zu verlassen und nach Westeuropa, Palästina, Argentinien und v.a. nach den USA auszuwandern. Die Überfahrt war lang und die Unterbrindung auf bzw. unter Deck erfolgte unter elendesten Bedingungen, wenn man kein...

Tangoyim und Iris

Di shvartse kats

Vor Ostern haben wir mit Iris Berthold unser Mai-Programm geübt und auch Aufnahmen gemacht. Mit Iris spielen wir jeden Mai ein Konzert im Freiraum ins Karlsruhe, dieses Jahr am Samstag, den 13.05.2017. Iris wird auch Gastsängerin auf unserer neuen CD sein, die – so hoffen wir – in diesem Jahr noch herauskommen wird. Unsere erste Aufnahme war die Shvartse kats. Audio Di shvartse kats   די שװאַרצע קאַץ...

Tango

Akh, nem mikh, liber

Ein schöner Tango, dem wir das erste Mal auf Karsten Troykes wunderbarer CD „Dus Gezang fun mayn harts – Tango oyf Yiddish“ begegnet sind. אַך נעם מיך, ליבער Gedensktu yene nakht di sheyne Geblit, geflamt hostu mayn kleyne Di lipn saftike un reyne Getsoygn host mayn fleysh un blut Di oygn, di tsvey farmakhte Di lipn, di tsvey farshmakhte Getulyet hostu tsu zikh gut Geglet mit fayer hostu...

Brezelverkäufer

Bublitschki

Бублички = beygl = bagels = Brezeln Zum ersten habe ich das Lied bei den Hückeswagener „Meydelekh“ kennengelernt, dann durch die Zusammenarbeit mit Kol Colé, und schließlich haben wir das Lied auch beim Odessa-Projekt in das Live-Programm aufgenommen. Bublitschki ist ein weltbekannter Schlager aus Odessa aus den 20ern. Autor des Textes war aus Odessa stammende Dichter Jakow Jadow. Die Herkunft der Melodie ist unklar, angeblich wurde der Autor...

Bay mir bistu sheyn – בײַ מיר ביסטו שיין

Kaum ein jiddisches Lied ist so bekannt wie dieses. Es ist keins von den alten, traditionellen, sondern enstand Anfang der dreißiger Jahre in den USA: das Lied wurde 1932 von Sholom Secunda (1894–1974; Musik) und Jacob Jacobs (1890–1977; Text) für das jiddische Musical Men ken lebn nor men lost nisht („Man könnte leben, aber sie lassen uns nicht“) geschrieben. Zum Welthit wurde es 1938 durch die Andrew Sisters....

Ikh hob dikh tsufil lib

Musik: Alexander Olshanetsky, Text: Chaim Tauber Das Stück ist eines der bekanntesten Lieder vom jiddischen Theater in New York. Es stammt aus der Musical Komödie „Der katerinshtshik“ (Der Drehorgelspieler) und wurde in David Kessler’s Second Avenue Theater in der Saison 1933/34 uraufgeführt. Die Zigeunerin Masha erfährt in dieser Szene, dass ihr Geliebter Abrasha eine andere liebt und singt, anstatt ihn zu verfluchen, dieses Lied. Ausführliche Informationen zu Alexander...