Kategorie: Jiddisch

Artikel, Links, Bücher und Filme zum Thema jiddische Sprache und Jiddisch lernen.

Volksliteratur der Ostjuden

Rosinkess mit Mandlen

Aus der Volksliteratur der Ostjuden Wer öfters Jiddish in transkribierter Form, d.h. in lateinischen Buchstaben, liest, ist meist entweder die deutsche Duden-Umschrift oder den amerikanischen Yivo-Standard gewohnt („ich wel gejn ahejm“ <=> „ikh vel geyn aheym“). Da mutet die Umschrift aus der folgenden Schatzkiste schon ziemlich archaisch an: Aus der Volksliteratur der Ostjuden Schwänke, Erhählungen, Volkslieder und Rätsel gesammelt von Dr. Immanuel Olsvanger Basel 1920 Kleine Kostprobe: Wi...

Yung Yidish

Von Mendy Cahan, den ich diesen Sommer in Weimar als Jiddish-Lehrer kennengelernt hatte, habe ich schon mehrfach geschrieben: Mendy Cahan Menahem Mendl fun Tel Aviv Er hatte mir auch dort schon von seiner Sammlung jiddischer Bücher in Tel Aviv erzählt. Zusammen mit dem Verein „Yung Yidish“ hat er 40.000 Bücher gesammelt. Außerdem finden in den Räumen Konzerte, Lesungen und Theatervorführungen statt. Yung Yidish wurde 1996 in Jerusalem gegründet...

Mendy Cahan und Gershon Waiserfirer in "The Colonist"

Menahem Mendl From Tel Aviv

Menachem Mendel aus Sholem Alejchems Roman „Menachem Mendel, der Spekulant“ ist der typische und buchstäbliche Schlemil: ein Träumer, ein Pechvogel, ein ständiger Verlierer, der immer wieder hoffnungsfroh und naiv Neues versucht und immer wieder auf die Nase fällt. In einer Zeitungskolumne von 1931 hat Yosef Tunkel die Figur des Menachem Mendel aus dem galizischen Shtetl des 19. Jahrhunderts in das Palästina der 1930er Jahre versetzt. Es gibt einen wunderbaren...

Yidl mitn fidl

Jiddische Filme in Polen

In den dreißiger Jahren, mit Beginn des Tonfilms, wurden viele Filme auf jiddisch produziert, die meisten in den USA, jedoch auch einige in Polen. Am bekannstesten ist „Yidl mitn fidl“ (1936) mit der unvergleichlichen Molly Picon in der Hauptrolle. Weitere sind: Der dibuk (1937) Der purimshpiler (1937) A briwele der mamen (1938) On a haym (1939) Die Filme, in der meist ein klassisches Liebesdrama in eine Rahmenhandlung eingebaut...

Mendy Cahan

Mendy Cahan

Mendy Cahan ist Schauspieler, Sänger und studierter Literaturwissenschaftler. Er wuchs in einem jiddischsprachigen Elternhaus in Belgien auf und lebt in Israel. In Tel Aviv hat er die Kulturinitiative „Yung Yidish“ gegründet und in seinem „Yung Yidish Book Museum“, das sich im Zentralen Busbahnhof von Tel Aviv befindet, haben sich mittlerweile an die 60.000 Bände jiddischer Literatur angesammelt. Solch einen Menschen eine Woche lang als Lehrer zu haben, beim...

Golem

Der Golem fun Chelm

דער גולם פון הרב אליהו – די לעגענדע פונעם כעלמער גולם Der Golem ist eine bekannte Figur in der jüdischen Literatur und Mystik. Es handelt sich um einen künstlichen Menschen, geschaffen aus Lehm und zum Leben erweckt von Weisen mithilfe von Kabbala und Buchstabenmystik. Der Golem kann gewaltige Größe erreichen und hat große Kräfte. Er wurde daher sowohl geschaffen, um bei schweren Arbeiten zu helfen, als auch, um...

Daniel Kahn

Daniel Kahn: Hallelujah

Ich liebe ihn – immer wieder für Sachen wie diese! Eine große Inspiration für unser eigenes Programm war ja seinerzeit Daniels Interpretation der „Alten Lieder“ von Franz-Josef Degenhard – ebenso so minimalistisch gespielt und unter die Haut gehend gesungen.

Itzik Manger

Der Barde einer ermordeten Zivilisation Itzik Manger wurde 1901 im damals habsburgischen Czernowitz als Sohn eines Schneidermeisters geboren; die Familie floh im Ersten Weltkrieg ins rumänische Jassy, sodass der heranwachsende Itzik die ganze Ortlosigkeit seiner jüdischen Kultur am eigenen Leibe erlebte: Das Habsburgerreich zerfiel und damit für die jüdischen Untertanen eine relative bürgerliche Sicherheit, an deren Stelle im Königreich Rumänien staatlicher Antisemitismus trat. Lebenslang hatte Manger die falschen...

Daily Forward

The Yiddish Daily Forward – Day by Day

„Day by Day (tog bay tog)“ ist eine Reihe in der Online-Ausgabe der Zeitung Yiddish Daily Forward (Teglikher forverts). Für den Liebhaber des Jiddischen ist das hier eine echte Fundgrube: kurze, 2 – 5 Minuten-Beiträge über jiddische Schriftsteller, Musiker und Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, deutlich – mit einem leicht ostjiddischen Akzent – gesprochen und mit englischen Untertiteln. Hier die Adresse: blogs.yiddish.forward.com/day-by-day-yiddish-calendar/ Und hier ein kleiner Beitrag:

yiddishpop.com

Yiddishpop.com: kapitl 4 – lektsye 1

Die Kollegen von YiddishPOP überschlagen sich nicht gerade, beim Auf- und Ausbau der Lektionen: im Januar 2015 habe ich Kapitel 3 vorgestellt, nun also ist die erste Lektion von Kapitel 4 da! Aber haben wir Eile? Es ist eine wunderbare Seite, auf der es viel zu entdecken gibt, was Jiddisch sprechen, verstehen, und v.a. lesen und schreiben angeht.