SHTTL

Ein jiddischer Film von Ady Walter

SHTTL - der FilmIn seinem außergewöhnlichen Debütfilm rekonstruiert der Autor und Regisseur Ady Walter die lebendige Komplexität des Vorkriegslebens in einem jüdischen Schtetl im Jahr 1941. SHTTL, wurde – komplett auf Jiddisch – im Jahr 2022 in der Ukraine gedreht, sechs Monate vor dem russischen Überfall.

Mendele, ein angehender Filmemacher, hat seine chassidische Gemeinde verlassen, um sich der Roten Armee anzuschließen. Am 21. Juni 1941 kehrt er mit seinem besten ukrainischen Freund Demyan in sein Schtetl in der Westukraine zurück. Sie planen, mit Yuna, der Tochter des Rebben, durchzubrennen. Doch die ist bereits mit Folie verheiratet, einem eifrigen Chassid, der hofft, die Nachfolge des Rebben als Oberhaupt des Schtetls anzutreten.

Die Sowjetunion hat das Schtetl bereits infiltriert, indoktriniert die Gemeinde mit sowjetischer Propaganda und bedroht die jüdische Lebensweise. Der Konflikt der zeitgenössischen Ideologien wird durch die Anwesenheit von Mendele, der mit alten Freunden spricht und sich in lokale Angelegenheiten einmischt, weiter angeheizt.

Auf der anderen Seite der polnischen Grenze bereitet sich Nazi-Deutschland auf den bevorstehenden Überfall auf die Sowjetunion im Rahmen der Operation Barbarossa vor.

Dieser eindrucksvolle Film erzählt die lange und vielschichtige Geschichte eines jüdischen Dorfes in der Ukraine, entfaltet sich im Wissen um den bevorstehenden Terror und die drohende Zerstörung und konzentriert sich gleichzeitig auf die Lebendigkeit des Lebens, das zerstört werden soll.

 


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