Boris Sandler – Treplekh aroyf tsu a nes

Boris Sandler ist ein jiddischsprachiger Dichter, Schriftsteller, Dramaturg und Journalist. Er wurde 1950 in Beltz, Bessarabien, heute Moldawien, geboren und wuchs als Kind von Holocaust-Überlebenden in einem jiddisch-sprechenden Umfeld auf. Er studierte Literatur in Moskau und gehörte zu den ersten, die sich nach Stalins Säuberungen unter jüdischen Intellektuellen wieder mit jiddischer Sprache und Kultur beschäftigten. Sein literarisches Debut erschien 1981 in dem jiddischen Journal „Sovetish heymland“.  Bella Liebermann von unserer Musikgruppe „Kol Colé“, die ebenfalls aus Moldavien stammt, erzählt mir, dass sie sich gut kennen.

1992 ging Sandler nach Israel, 1998 nach New York, wo er 18 Jahre lang bis 2016 Chefredakteur des „Forward“ war, der wohl traditionsreichsten jüdisch-sozialistischen Zeitung Amerikas.

Über „The Yiddish Daily Forward – Day by Day“, eine Reihe, in der Boris Sandler in kurzen täglichen Beiträgen jiddische Schriftsteller, Musiker und andere Kulturschaffende vorstellt, habe ich hier vor ein paar Jahren berichtet.

Anläßlich seines 70. Geburtsjahres haben der Congress for Jewish Culture zusammen mit dem California Institute for Yiddish Culture and Language und Yung Yidish in Tel Aviv ein Programm zusammengestellt: Treplekh aroyf tsu a nes – a sibe far a mesibe (Eine Treppe zum Wunder – ein Grund zum Feiern). Eine volle Stunde Kulturprogramm in Jiddisch, Musik, Lesungen, Gedichte, Rezitationen, socially distant und leider nicht immer in überragender Bild- und Tonqualität.

 

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