Kol Colé in Girona

Auf unserer Konzertreise nach Fès diesen Sommer sind wir schon einmal tief in die jüdisch-sephardische Vergangenheit von Marokko eingetaucht. Bella Liebermann hat hierzu einen ausführlichen Bericht geschrieben.

Jüdisches Museum Girona

Der Eingang zum Museum

Der letzte Monat führte uns dann wieder außer Landes, diesmal nach Girona in Spanien. Und auch hier gibt es viele Spuren einer vielfältigen und reichen jüdischen Vergangenheit zu entdecken. „El Call“ ist eine alte Bezeichnung für die Judenviertel in katalonischen Städten. Bis ins 14. Jahrhundert hinein haben hier Christen, Juden und Moslem wahrscheinlich friedlich und konstruktiv zusammengelebt. Im Zuge der Reconquista kam es zum Ende des Jahrhunderts zunehmend zu Verfolgungen der Juden. Viele zogen weg oder nahmen den katholischen Glauben an. Im Jahre 1492 wurden dann alle noch nicht konvertierten Juden des Landes verwiesen oder umgebracht.

Einen schönen Bericht von Nicole Biarnés zum jüdischen Viertel in Girona habe ich hier entdeckt.

Bühne im jüdischen Museum

Die Bühne im Innenhof des Museums

Heute erinnert das kleine, mitten in der Altstadt gelegene jüdische Museum, das Museu d’Història dels Jueus, an das jüdische Leben in der Vergangenheit. Dort im Innenhof, einem wunderschönen Ambiente, haben wir am 29.08.19 unser Konzert gespielt. Die gut 100 Stühle waren bis auf den letzten Platz besetzt und es war ein tolles Konzert. Unser Dank dafür gilt auch Margot und Anni aus Frankreich, die ihre Kontakte haben spielen lassen und wesentlich an der Organisation des Konzertes beteiligt waren.

Es existiert nur ein einfache Handy-Video, aber das fängt die Stimmung dieses besonderen Ortes schön ein. Leichte Wackler und Tonstörungen bitten wir zu entschuldigen.

 

Video: Ulrich Popp

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