Vanished World – die Fotos von Christian Herrmann

„The traces were still there. But time would slowly blur them and nothing would be left.“ – Edgar Hilsenrath

„Seit Jahren fotografiert Christian Herrmann Spuren jüdischen Lebens in Osteuropa, dokumentiert sie in seinem Blog „Vanished World“, sowie in Ausstellungen und Büchern.

Der in Köln lebende Fotograf interessiert sich vor allem für Orte, die noch von keiner „Erinnerungskultur“ überformt wurden und wo die verheerende Kraft der Diktaturen des 20. Jahrhunderts unmittelbar sichtbar wird.

Es sind unglaublich fesselnde Bilder, man blättert und blättert und kämpft mit den Gefühlen, die die Ästhetik der zumeist verfallenden Bauten und die Beklemmung über die Umstände dieses Verfalls auslösen. Christian Herrmann bereist einstige jüdische Zentren in Galizien, Bessarabien, Podolien und der Bukowina, fotografiert Ruinen ehemaliger Synagogen, Spuren von Mesusot an Türstöcken, verwitterte Grabsteine. Er zeigt einst prachtvolle Synagogen, die heute als Turnhalle verwendet werden, Grabsteine, die zum Bau einer Mauer genutzt wurden, letzte Spuren jüdischer Häuser im Stadtzentrum.“

(von: hagalil.com)

 

 

Zwei Bücher gibt es bisher von Christian Herrmann: „In schwindendem Licht“ (In Fading Light) und „Spurensuche“.

Viele Fotos sowie aktuell einen Jahreskalender 2019 zum Herunterladen finden sich in seinem Blog.

Vanished World

Vanished World

(Fotos von hagalil.com und vanishedworld.blog)

 

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2 Antworten

  1. Daniel Marsch sagt:

    Gerne, so tolle Fotos! Meine Freundin Bella Liebermann war kürzlich auf Spurensuche in Weißrussland:
    https://www.tangoyim.de/blog/2018/10/nowogrudok/

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