Hanna Szenes und das Lied „Eli, Eli“
Hanna Szenes war eine jüdische-ungarische Dichterin und Widerstandskämpferin während des Zweiten Weltkriegs. Ihr Gedicht „Eli, Eli“ wurde zu einem zentralen Werk der israelischen Erinnerungskultur.
Das Blog von Tangoyim
Der 27. Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee – vor nunmehr 81 Jahren. In Deutschland wird dieser Tag begangen als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, international als „International Holocaust Remembrance Day“. In Israel ist der „Jom haScho’a“ variabel und richtet sich nach dem jüdischen Kalender (27. Nisan).
Über 80 Jahre sind eine lange Zeit, und doch darf es keinen Schlussstrich und kein Vergessen geben. Gerade heute sind der Gedenktag und die Auseinandersetzung mit dem Thema wieder sehr aktuell. Antisemitismus in Deutschland – das war lange eine eher theoretische Angelegenheit, etwas, das unter der Oberfläche schlummerte, in braunen und rechten Ecken und Winkeln. Und plötzlich spült es wieder hoch, ist er wieder da, der lange überwunden geglaubte Antisemitismus. Stärker und heftiger als als je zuvor in den letzten 80 Jahren, stärker als vor vier Jahren, als ich diesen Text zum ersten Mal veröffentlicht hatte. Er wird vermischt mit Kritik an Israels Kriegspolitik, er kommt aus der arabischen Welt, er kommt von rechts, er kommt von links, er erscheint auf der Straße, an Stammtischen, in Schulen und Universitäten und geht quer durch alle Bevölkerungsschichten.
Und es gibt immer mehr Juden, die sie sich ernsthaft mit dem Gedanken auseinandersetzen, ihr Land, ihre Heimat zu verlassen. Überzogen? Zu früh? Aber wann ist zu spät?
Es kann sehr schnell gehen.
1933 ist das Jahr, in dem die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Kein Putsch, sondern eine ganz legale Wahl in einer ganz „normalen“ Demokratie. Anfangs wurden Juden noch gedrängt, das Land zu verlassen. Doch schon bald wurde aus einer legalen Ausreise eine illegale Flucht, und die anderen Länder machten – wohlwissend, was in Deutschland abging – die Grenzen dicht und nahmen zunehmend keine Juden mehr auf. Und nur neun Jahre später, im Januar 1942, wurde auf der Wannsee-Konferenz die komplette Vernichtung aller europäischen Juden beschlossen.
Am 27.01.26 spielen wir mit dem das Odessa-Projekt im Stadtmuseum Hattingen
Di, 27. Januar 2026, 19:00
Konzert zum Holocaust-Gedenktag
Stadtmuseum Blankenstein
Marktplatz 1 – 3
45527 Hattingen
Hanna Szenes war eine jüdische-ungarische Dichterin und Widerstandskämpferin während des Zweiten Weltkriegs. Ihr Gedicht „Eli, Eli“ wurde zu einem zentralen Werk der israelischen Erinnerungskultur.
Das Kiselgof-Makonovetsky Digital Manuscript Project (KMDMP) macht rund 1.400 Notenblätter – darunter 26 Hefte von Volkskundler Zusman Kiselgof und ein 236-seitiges Manuskript des Geigers Avraham Yehoshua Makonovetsky – digital zugänglich und transkribierbar.
Steffi Hölzle und Daniel Marsch: unsere Workshops im Bereich Balkanchor, Klezmermusik sowie osteuropäische und Klezmer-Tänze im Jahr 2026
Tangoyim, Odessa-Projekt, Trio Mélo: Konzerte im Januar 2026, Klezmer, Romamusik, Chanson und Musette
„Moyshe Gliklekh“ und „Tsi bistu mayn mamen“, zwei Geschichten auf Yiddish, vorgelesen auf der Youtube-Kanal kinderbikhlekh
Chanukka und Weihnachten – auch wenn die Ursprünge von Weihnachten und Chanukka völlig verschieden sind, so gibt es äußerlich doch viele Gemeinsamkeiten dieser beiden Lichterfeste in der dunkelsten Jahreszeit.
Bibliothek der unerfüllten Träume, ein Roman von Peter Manseau. Die ganze Geschichte des osteuropäischen Judentums und der jiddischen Sprache in einer gewaltigen Erzählung.
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Leonards Cohens „Halleluja“ von 1984 in der Übersetzung von Daniel Kahn (2016)