Shpatsir in vald

Vor ein paar Monaten habe ich das Projekt Yiddish Glory vorgestellt. Aus dieser Sammlung haben wir das Lied „Shpatsir in vald“ zur Zeit fest im Programm.

Es erzählt den Dialog zwischen zwei Liebenden, die die letzte Nacht im Wald verbringen – am nächsten Morgen muss er fort und an die Front.

Mir zaynen ersht nekhtn gegangen
Yagedas klaybn in vald
Gezunt zayn mayn lebn mayn sheyne
Ikh gey af dem front avek bald

Mir hobn in vald geshpatsirt
kveytn gerisn un blumen
Oy tayerer mayner un liber
Gezunt fun dem front zolstu kumen

S’heybt shoyn on, libe, tsu togn
Es vern farloshn di shtern
Hitlern vel ikh dershlogn
Nokh dem aheym zikh umkern

Ot iz shoyn di zun oyfgegangen
Likhtig vet vern der velt
Noykem zukh ikh di fashistn
Un kum mit an orden mayn held

Kumen vel ikh mit an orden
Un mitn endgiltikn zig
Tayers, genug mikh bagleytn
Ker zikh aheym shoyn tsurik

Aheym vel ikh shoyn zikh umkeren
Dir a getrayer farblaybn
Nor tayerer mayner un liber
Oft zolstu mir brivelekh shraybn

Spaziergang im Wald

Wir sind erst gestern gegangen
Beeren pflücken im Wald
Lebewohl mein Leben, meine Schöne
Ich gehe bald an die Front

Wir sind im Wald spaziert
Haben Blumen gepflückt
Mein Teurer und Lieber
Komme gesund zurück von der Front

Es fängt schon an zu tagen, Liebe
Und die Sterne verlöschen
Hitler werde ich schlagen
Danach zurückkehren nach Hause

Da ist schon die Sonne aufgegangen
Hell wird die Welt
Rache werde ich üben an den Faschisten
Und komme mit einem Orden, mein Held

Kommen werde ich mit einem Orden
Und mit dem endgültigen Sieg
Lieber, genug hast du mit begleitet
Kehr zurück nach Hause

Nach Hause werde ich schon umkehren
Und dir treu bleiben
Nur mein Teurer, mein Lieber
Oft sollst du mir Briefe schreiben

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