Wenn man in Youtube ein bisschen forscht, findet man einiges Interessante zum Thema Jiddisch, z.B. die geniale Ida Rosenberg mit
Yiddish for Dummies
oder auch:
Wenn man in Youtube ein bisschen forscht, findet man einiges Interessante zum Thema Jiddisch, z.B. die geniale Ida Rosenberg mit
oder auch:
Die Música Litoral oder Música Litoraleña ist die Musik der nördlichen Provinzen Argentiniens am Ufer des mächtigen Río Paraná: Misiones, Entre Ríos und Corrientes. Der berühmteste Musikstil des Litoral ist mit Sicherheit der Chamamé. Ein anderer sehr populärer Musik- und Tanzstil ist die Chamarrita.
Hier ist eine Aufnahme von unserem Duo Mate Amargo, von der nun fast fertigen CD:
In den 40er Jahren war es üblich, dass Tango-Orchester auch Rumbas, Pasodobles, Foxtrots und andere damals populäre tanzbare Rhythmen spielten. Wie Carlos Gardel mit “Rubias de New York” oder Antinio Tormo mit “La canción de los linyeras” machten Tango-Sänger auch einige Foxtrotts berühmt. Ein sehr populäres Thema war “Amor en Budapest”.
Damals waren viele argentinische Tangosänger und -orchester in Europa unterwegs, und einer von Ihnen hat den “Puszta Fox” von dort mitgebracht – ein Arrangement des Ungarn Mihaly Erdélyi aus der Operette Le Moulin von Dorozsmà. Alberto Novarro schrieb den spanischen Text, einige Orchester übernahmen das Stück in ihr Repertoire (Feliciano Brunelli, Enrique Rodriguez, Francisco Lomuto) und es wurde von verschiedenen bekannten Sängern interpretiert (Roberto Flores, Armando Moreno, Jorge Omar).
Hier ist die Version von “Mate Amargo”, unserem gemeinsamen Projekt mit Fernando Cornejo (Fernando: Gesang, Steffi: Geigen, Daniel: Klavier und Akkordeon).


Die “Meydelekh”, das ist Steffis Klezmer-Ensemble der Musikschule Hückeswagen. Unterstützt werden sie vom VHS-Chor Wipperfürth und das diesjährige Konzert findet statt:
Mittwoch, 23.05.2012, 19:30 h
im Heimatmuseum im Schloss
42499 Hückeswagen
Seit Jahren schon spielen wir mit dem Pianisten Oliver Knieps zusammen:
immer einmal im Jahr zum Sommermusikfest auf dem Knüll, zu den Tango-Kursen und zum Tango-Tanz im großen Zelt. Letzten Sommer nahm dann die Idee, zusammen eine Tango-CD aufzunehmen, konkrete Formen an.
Mittlerweile sind wir ganz gut dabei mit den Aufnahmen und hoffen, das gute Stück beim nächsten Sommermusikfest im Gepäck zu haben.
Hier schonmal ein Vorgeschmack:
Siks oon mä suruinen – darum bin ich traurig, ein wunderschöner finnischer Tango von Toivo Kärki. Dieses Stück leitete in den 40ger Jahren die Hochblüte des finnischen Tangos ein.

Ein jiddisches Lied aus der Sowjetunion.
Im zaristischen Russland war es Juden verboten, Land zu besitzen, und sie waren auf bestimmte Berufe beschränkt, v.a. Handwerker und Händler. Jüdische Bauern dagegen gab es nicht. Das änderte sich erst mit der russischen Revolution.
In Dzhankoye auf der Krim war ein landwirtschaftliches Depot, wo jüdische Kollektivbauern aus der Umgebung ihre Produkte ablieferten. Während der deutschen Besatzung wurde alles bis auf den Grund abgebrannt. Man hört aus dem Lied, wie stolz die jüdischen Bauern auf ihre Anlage sind.
Az men fort kayn Sevastopol,
Iz nit vayt fun Simferopol,
Dortn iz a stantsie faran.
Ver darf zukhn naye glikn?
S’iz a stantsie an antikl
In Dzhankoye, dzhan, dzhan dzhan
Hey dzhan, hey dzhankoye
Hey dzhanvili, hey dzhankoye
Hey dzhankoye, dzhan dzhan dzhan
Enfert yidn af mayn kashe,
Vu’z mayn bruder, vu’z Abrasher?
S’geyt ba im der trakter vi a ban
Di mume Leye ba der kosilke
Beyle ba der molotilke
In dzhankoye…
Ver zogt as yidn konen nor handlen
Esn fete yoykh mit mandlen,
Nor nit zayn kayn arbetsman?
Dos konen zogn nor di sonim
Yidn, shpayt zey on in ponim
Tut a kuk af dzhan dzhan dzhan
trad.
stantsie = landw. Depot
kashe = Frage
kosilke = Mähmaschine
molotilke = Dreschmaschine
fete yoykh = fette Suppe
sonim = Feinde
ponim = Gesicht
Nicht mehr ganz aktuell, aber hier ist nochmal eine Foto-Nachlese vom 10-Jahres-Konzert im Kulturzentrum Schlupkothen in Wülfrath im Januar – weils so schön war.

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bis dahin…
Eine Lied von Abe Schwarz aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts, als Millionen Juden aus Osteuropa auswanderten, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der neuen Welt.
Antisemitismus hatte es immer schon gegeben, aber im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs der Druck v.a. im zaristischen Russland immer stärker. Die russische Regierung schuf ein kompliziertes System antijüdischer Dekrete und Verbote und im Klima der von der christlichen Kirche geförderten judenfeindlichen Haltung ging die russische Bevölkerung mit grausamen Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung vor.
Bekannt und ziemlich rührselig die Schluss-Szene aus dem Musical “Anatevka”, als das ganze Dorf die Koffer packen und sich auf den Weg ins neue Exil machen muss. Der historische Hintergrund ist höchst real.
Sie flohen also vor Verfolgung und wirtschaftlicher Not in der alten Heimat, die meisten nach Amerika, jedoch mussten viele Juden feststellen, dass das Leben in den übervölkerten Zentren der Ostküste auch nicht einfach war.
Interessant ein Vergleich mit der Situation in Argentinien: El bulin de la calle Ayacucho
Tsu mir iz gekumen a kuzine,
sheyn vi gold iz zi geven di grine.
bekelekh vi royte pomerantsn,
fiselekh vos betn zikh tsum tantsn.
Herelekh vi zaydn veb gelokte,
tseyndelekh vi perelekh getokte.
eygelekh vi himl bloy in friling,
lipelekh vi karshelekh a tsviling.
Nisht gegangen iz zi nor geshprungen,
nisht gered hot zi nur gezungen.
lebedik un freylekh yeder mine,
ot azoy geven iz mayn kuzine.
Un azoy ariber zenen yorn,
fun mayn kuzine iz a tel gevorn.
peydez hot zi vokhenlang geklibn,
biz fun ir iz gornisht mer geblibn.
Haynt az ikh begegn mayn kuzine,
un ikh freg ir.z´makhstu epes grine ?
Zift zi op un kh´leyen in ir mine,
brenen zol kolumbuzez medine!
הערעלאך ווי זיידן וועב געלאקטע
ציינדלאך ווי פערעלאך געטאקטע
אויגעלאך ווי הימל בלוי אין פרילינג
ליפעלאך ווי קארשאלאך א צווילינג
Zu mir ist gekommen eine Kusine,
schön wie Gold ist sie gewesen, die Unerfahrene.
Bäckchen wie rote Orangen,
Füßchen, die zum Tanzen bitten.
Haar wie fein gewebte Seide,
Zähnchen wie gedrechselte Perlen.
Augen wie der himmelblaue Frühling,
Lippen wie ein paar Kirschen.
Nicht gegangen ist sie, nur gesprungen.
Nicht gedreht hat sie sich, nur gesungen.
Lebendig und fröhlich ihr Ausdruck,
so war meine Kusine.
Und mit den Jahre,
aus meiner Kusine ist ein Wrack geworden.
“Pejdes” ( von der Hand in den Mund leben ) hat sie wochenlang getrieben,
bis von ihr nichts mehr geblieben ist.
Heute, wenn ich meiner Kusine begegne
und ich frage sie: Wie geht es ?
Seufzt sie und ich lese in ihrem Gesicht:
Brennen soll Kolumbus´ Land.